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Lehrerfortbildung
Entwicklung, Positionen und Aufgaben aus evangelischer Sicht
Verfasser: Fischer, Dietlind
Jahr: 1990
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Exemplare
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Standorte: Päd 630/242 Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Vorwort: Zu den Desideraten gegenwärtiger pädagogischer Arbeit gehört eine Didaktik der Lehrerfortbildung. Die hier vorgelegte Arbeit kann und will dies nicht leisten. Sie versteht sich aber als eine notwendige Vorarbeit, und zwar in einem doppelten Sinn. Es kommt der Verfasserin darauf an, einen kurzen Überblick über die Problementwicklung der gegenwärtigen Lehrerfortbildung zu geben und die Problemstellungen einer solchen Didaktik zu erheben.
Die Bedeutung und Reichweite dieser Fragestellung liegt auf der Hand, wenn man sich vergegenwärtigt, welche Entwicklungen und Wandlungen das Schulsystem der Bundesrepublik Deutschland in der Nachkriegsphase durchlaufen hat. Die Phase der Reform und der Restauration zwischen 1945 und 1969 stellte das Lehrersein unter den Aspekt der jeweiligen Fachkompetenz in Verbindung mit einem generellen Erziehungs- und Bildungsauftrag, der seinerzeit seine inhaltliche Prägung durch die geisteswissenschaftliche Pädagogik erfuhr. Der folgenden Phase der Pädagogik ging es um die Befähigung zur Mit- und Selbstbestimmung. Lehr- und Unterrichtskompetenz bezog sich jetzt nicht allein auf den Unterricht, sondern auch auf das Bedingungsfeld des Lernens im einzelnen wie auf das Schulsystem im ganzen. Lehrerfortbildung hatte es daher jetzt zu tun mit Einsichten der Sozialisationsforschung, der Curricu-lumentwicklung und neuerer Lehr- und Lernmodelle und -techniken, mit dem Schulsystem selbst wie mit den geheimen Nebenwirkungen von Schulleben und Unterricht. Diese Phase der Reformen konzentrierte sich sehr bald auf die Frage, wie die Qualität von Schule und Unterricht verbessert werden könne. Bereits in den frühen 70er Jahren ergaben Schuluntersuchungen, daß der einzelnen Schule als pädagogischer Handlungseinheit eine große Bedeutung zukommt. Damit gewann die jetzt neu entstehende Frage: Was ist eine gute Schule? einen Anhalt an den Gestaltungsmöglichkeiten vor Ort. Die
Frage nach dem pädagogischen Spielraum inmitten der Zwänge des Erziehungssystems wie nach den Handlungsmustern, die dabei zur Geltung kommen, verwies auf die Qualität von Lehrerinnen und Lehrern und die Möglichkeiten und Grenzen, Lehrerbildung zu fördern.
Doch auch der Aspekt der Fachkompetenz steht neu an. Der pädagogische Gestaltungsraum, den die Reformen eröffnet hatten, verengte sich wieder angesichts zunehmender Leistungsanforderungen an die Schule und zunehmender Restriktionen der Schulverwaltung nach innen. Die Frage sinnvollen Lernens ließ sich nicht mehr - das hat 1978 die Bildungssynode der Evangelischen Kirche in Deutschland klar und deutlich herausgestellt - von der Kategorie des Zieles beantworten, sondern in erster Linie von der Kategorie des Grundes. Fachbezogenes Unterrichten öffnet sich dann den generellen Fragestellungen eines zukunftsbezogenen und verantwortungsorientier-ten Lernens und überschreitet damit die Aspekte der jeweiligen Fachwissenschaft zugunsten einer Verantwortung für das Ganze.
Diese knappen Hinweise können nur andeuten, vor welchen Wandlungen und jeweils neuen Anforderungen die Lehrerfortbildung steht und welche Bedeutung gerade auch deren Didaktik zukommt.
Die Veröffentlichung wendet sich in erster Linie an diejenigen, die im Bereich der staatlichen und der kirchlichen Lehrerfortbildung tätig bzw.für sie verantwortlich sind. Im Blick auf die staatliche Lehrerfortbildung geht es im Kontext eines Fachgespräches, an dem sich das Comenius-Institut seit Jahren beteiligt, um einen Beitrag aus evangelischer Sicht. Im Blick auf die Arbeit kirchlicher Fortbildungseinrichtungen geht es um den Versuch, eine bisher noch ausstehende Verständigung über den Theorierahmen, die bisherigen Praxiserfahrungen und die künftigen Fortbildungsanforderungen in diesem Bereich anzuregen.
Die hier vorgelegte Arbeit ist aus den Arbeitszusammenhängen des Comenius-Instituts zur Bildungsproblematik und zu fachdidaktischen Fragestellungen erwachsen. Sie hat wie auch die verschiedenen anderen erziehungswissenschaftlichen Arbeitsvorhaben des Comenius-Instituts besondere Förderung durch Herrn Professor Dr. Carl Ludwig Furck erfahren, der dem Vorstand des Instituts von 1962 - 1988 angehört hat. Ihm sei an dieser Stelle ein herzlicher Dank gesagt!
 
Münster, im Februar 1990
Klaus Goßmann
Details
Jahr: 1990
Verlag: Münster, Comenius Institut
Systematik: Päd 630
ISBN: 978-3-924804-40-4
Beschreibung: 1. Aufl., 128 S.
Mediengruppe: Buch
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